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King Chopetua and the Beggar Maid, 1884
Der Sage nach war Cophetua ein afrikanischer König,
der Frauen verachtete und noch nie geliebt hatte.
Eines Tages sah er jedoch eine junge, wunderschöne
Bettlerin, verliebte sich unsterblich in sie und gelobte
sie zur Königin zu seiner machen.
Burne-Jones schöpft für sein Bild aus zwei literarischen
Quellen: Richard Johnsons Ballade "A Song of a
Beggar and a King" von 1612, das 1842 neu aufgelegt
worden war, und Tennysons Gedicht "The Beggar
Maid". Stilistisch bezieht er sich auf die Malerei des
italienischen Quattrocento, vor allem auf Mantegna
und Carlo Crivelli. Von Publikum und Kritik wurde das
Bild anläßlich einer Ausstellung in der Grosvenor
Gallery 1884 begeistert aufgenommen. 1889 war es,
ebenfalls mit großem Erfolg, auf der Pariser Weltaustellung
zu sehen. Dort sah es der belgische Maler
Fernand Khnopff, der ihm im Magazine of Art eine
enthusiastische Besprechung widmete:
"Inmitten der exquisiten Szenerie sitzen regungslos
die beiden Figuren, jede gefangen in ihren eigenen
Träumereien. (... In) dieser pulsierenden Atmosphäre
des Liebestraums und des vergeistigten Feuers (wird
der Seele des Betrachters) ein trunken machendes
Gift eingeflößt, und sein Geist wird von einem
Schwindel gepackt, der ihn immer höher und höher
steigen läßt und weit, weit wegführt ... ".
(Begleitheft zur Ausstellung "Der Symbolismus in England 1860-1910")
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Edward Burne-Jones
King Chopetua and the Beggar Maid, 1884
Öl auf Leinwand
293,4 x 135,9 cm
Tate Gallery, London
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