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Love and Death, um 1874-77, vor 1887 überarbeitet
Watts selbst zufolge stellen seine Bilder "Ideen
dar, die über jegliche Erfahrung hinausführen"
Es sind die großen Mysterien und Fragen der
Menscheit jenseits der blosen Erscheinungen, die
in seinen Bildern zum Ausdruck kommen sollen.
Die Bedeutung von Liebe und Tod, einem
Schlüsselwerk in der Reihe seiner 'symbolischen'
Bilder, erklärt Watts 1881 anläßlich einer
Ausstellung wie folgt:
"Die Liebe steht auf der Schwelle zum Haus des
Lebens und versperrt den Eingang, um den Tod am
Vorwärtskommen zu hindern. Die breiten Schwingen
des Gottes sind schon gegen die Tür gedrückt und
gebrochen, und die Rosen, welche die Liebe am
Portal gepflanzt hat, verlieren ihre Blätter.
Die bleiche Gestalt des Todes drängt mit stetem
Schritt ins Haus, und ihr erhobener weißer Arm
langt gebieterisch über den Kopf der Liebe hinweg."
Das Bild soll "den leidenschaftlichen, aber letzlich
vergeblichen Kampf gegen das Unabwendbare"
darstellen.
Die Bildidee entstand offenbar um 1869, als Watts
das Portrait des jungen, unheibar kranken William
Schomberg Kerr, Marquess of Lothian malte. Dessen
Frau, Lady Constance Talbot, war mit Watts eng
befreundet. Zudem sollen Gleichmut und Standhaftigkeit
des Kranken Watts tief beeindruckt haben.
(Begleitheft zur Ausstellung "Der Symbolismus in England 1860-1910")
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George Frederic Watts
Love and Death, um 1874-77,
vor 1887 überarbeitet
Öl auf Leinwand
248,9 x 116,8 cm
The Whitworth Art Gallery,
University of Manchester
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