George Frederic Watts (1817-1904)


A Study with Peacock's Feathers, um 1862-65

George Frederic Watts war einer der Hauptvertreter der offiziellen spätviktorianischen Kunst in England. Neben allegorischen und mythologischen Szenen malte er zahlreiche repräsentative, psychologisch scharf beobachtete, meist idealisierende Portäts berühmter Zeitgenossen. (z.b. Thomas Carlyle).
Obwohl älter als Rossetti und Leighton, experimentierte auch Watts mit neuen Ideen. Seine Modellstudie ist eine Hommage an Rossetti, lehnt sich aber auch an Leightons Pavonia an. Das Modell wird zur blonden Venus inmitten kostbarer Stoffe überhöht und erinnert damit an Tizians Akte. Watt's Interesse am nackten menschlichen Körper deutet auf seine von transzendentalen Ideen durchzogenen Allegorien der siebziger Jahre voraus. Die Studie ist als privates, intimes Bild konzipiert, das vielleicht für das Kabinett eines Connoisseurs bestimmt war. Ein langer lobender Artikel des Kunstkritikers F.G. Stephens im Athenaeum sicherte dem Gemälde jedoch breite Anerkennung, wobei insbesondere die malerische und koloristische Delikatesse hervorgehoben wurde.

(Begleitheft zur Ausstellung "Der Symbolismus in England 1860-1910")

A Study with Peacock's Feathers 25kB

George Frederic Watts
A Study with Peacock's Feathers, um 1862-65
Öl auf Holz
66 x 56 cm
Pre-Raphealite Inc, Courtesy Julian Hartnoll
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