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A Study with Peacock's Feathers, um 1862-65
George Frederic Watts war einer der Hauptvertreter
der offiziellen spätviktorianischen Kunst
in England. Neben allegorischen und mythologischen
Szenen malte er zahlreiche repräsentative,
psychologisch scharf beobachtete, meist
idealisierende Portäts berühmter Zeitgenossen.
(z.b. Thomas Carlyle).
Obwohl älter als Rossetti und Leighton,
experimentierte auch Watts mit neuen Ideen.
Seine Modellstudie ist eine Hommage an Rossetti,
lehnt sich aber auch an Leightons Pavonia an.
Das Modell wird zur blonden Venus inmitten
kostbarer Stoffe überhöht und erinnert damit
an Tizians Akte. Watt's Interesse am nackten
menschlichen Körper deutet auf seine von
transzendentalen Ideen durchzogenen Allegorien
der siebziger Jahre voraus. Die Studie ist
als privates, intimes Bild konzipiert, das
vielleicht für das Kabinett eines Connoisseurs
bestimmt war. Ein langer lobender Artikel des
Kunstkritikers F.G. Stephens im Athenaeum
sicherte dem Gemälde jedoch breite Anerkennung,
wobei insbesondere die malerische und
koloristische Delikatesse hervorgehoben wurde.
(Begleitheft zur Ausstellung "Der Symbolismus in England 1860-1910")
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George Frederic Watts
A Study with Peacock's Feathers, um 1862-65
Öl auf Holz
66 x 56 cm
Pre-Raphealite Inc, Courtesy Julian Hartnoll
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